Berufsbildende Schulen
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Bitte beachten! Bewerbungsschluss 20. Februar"Das Prinzip der Durchlässigkeit beruflicher Bildungsgänge"

Niedersächsisches Kultusministerium: "Sämtliche Bildungsgänge im berufsbildenden Bereich sind so konstruiert, dass bei einem erfolgreichen Besuch eines Bildungsganges keine „Bildungssackgasse“ entsteht. Bei der Gestaltung der einzelnen Bildungsgänge wurde stets das Prinzip der vertikalen Durchlässigkeit beachtet. Aus diesen Gründen ist auch vorgesehen, dass für den Besuch der Berufsqualifizierenden Berufsfachschule und der Fachschule in einigen Fachrichtungen bereits erworbende Kompetenzen angerechnet werden können und so ein Seiteneinstieg in den Bildungsgang möglich wird. Damit kann die Ausbildungsdauer individuell verkürzt werden.

Entsprechende Leistungen vorausgesetzt, können Schülerinnen und Schüler ohne jeglichen Abschluss in das Berufsvorbereitungsjahr bzw. die Berufseinstiegsklasse eintreten und dort den Hauptschulabschluss erwerben. Nach einer erfolgreich absolvierten Berufsausbildung und dem Berufsschulabschluss erhalten sie gleichzeitig den Realschulabschluss. Diese beiden Abschlüsse wiederum berechtigen zum Besuch der Fachoberschule, die mit einer Fachhochschulreifeprüfung abschließt. Die erfolgreich abgelegte Fachhochschulreifeprüfung berechtigt einerseits zu einem Studium an Fachhochschulen und andererseits zur Aufnahme in die Klasse 13 der Berufsoberschule. Hier kann dann die fachgebundene bzw. auch Allgemeine Hochschulreife erworben werden. Für jede der o. a. Schulformen ist damit, zumindest theoretisch, über die unterschiedlichsten Kombinationen ein Bildungsweg bis zu einem universitären Abschluss möglich."

(Auszug aus der MK Publikation, "Unser Schulwesen in Niedersachsen", Seite 31, Dez./2013.)


Nach der allgemein bildenden Schule...

Berufseinstiegsschule (Berufsvorbereitungsjahr, Berufseinstiegsklasse)

  • Eingangsvoraussetzung: In der Regel kein schulischer Abschluss
  • Ausbildungsdauer / Ziel: 1 Jahr; Förderung der Ausbildungsreife
  • Abschluss: Ggf. Hauptschulabschluss

Berufsfachschule

  • Eingangsvoraussetzung: Hauptschulabschluss bzw. Sek. I - Realschulabschluss
  • Ausbildungsdauer / Ziel: 1 oder 2 Jahre; führt in einen oder mehrere Berufe ein.
  • Abschluss: Sek. I - Hauptschulabschluss; Sek. I - Realschluabschluss; Erweiterter Sek. I

Berufsqualifizierende Berufsfachschule

  • Eingangsvoraussetzung: In der Regel Sek. I - Realschulabschluss
  • Ausbildungsdauer / Ziel: 2 oder 3 Jahre; führt zum Erwerb eines beruflichen Abschlusses
  • Abschluss: Erweiterter Sek. I; Berufsabschluss; Fachhochschulreife in Verbindung mit dem Ergänzungsbildungsgang

Fachoberschule, Klasse 11

  • Eingangsvoraussetzung: Sek. I - Realschulabschluss
  • Ausbildungsdauer / Ziel: 1 Jahr; In Verbindung mit einem Praktikum
  • Abschluss: Versetzung in die Fachoberschule, Klasse 12

Berufliches Gymnasium

  • Eingangsvoraussetzung: Versetzung in die gymnasiale Oberstufe oder Erweiterter Sek. I
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Abschluss: Allgemeine Hochschulreife (Abitur)

Berufsschule im Rahmen der dualen Berufsausbildung

  • Eingangsvoraussetzung: Versetzung in die gymnasiale Oberstufe oder Erweiterter Sek. I
  • Ausbildungsdauer: 2 bis 3,5 Jahre
  • Abschluss: Berufsschulabschluss, verbunden mit: Sek. I - Hauptschulabschluss; Sek I - Realschulabschluss; Erweiterter Sek. I; Fachhochschulreife in Verbindung mit dem Ergänzungsbildungsgang

Nach der Berufsschule mit dualer Ausbildung bzw. der berufsqualifizierenden Berufsfachschule...

Fachoberschule, Klasse 12

  • Eingangsvoraussetzung: Berufsschulabschluss, Berufsabschluss und Sek. I - Realschulabschluss und Fachhochschulreife
  • Ausbildungsdauer: 1 Jahr
  • Abschluss: Fachhochschulreife

Berufsoberschule, Klasse 12 und 13

  • Eingangsvoraussetzung: Berufsschulabschluss, Berufsabschluss und Sek. I - Realschulabschluss
  • Ausbildungsdauer: 2 Jahre
  • Abschluss: fachgebundene oder Allgemeine Hochschulreife

Fachschule

  • Eingangsvoraussetzung: Berufsschulabschluss, Berufsabschluss, Sek. I - Realschulabschluss und in der Regel Berufspraxis
  • Ausbildungsdauer: 1 bis 2 Jahre
  • Abschluss: Beruflicher Abschluss auf höherem Niveau und Fachhochschulreife

Gleichwertige Schulabschlüsse, Fremdsprachenzertifikate und Berechtigungen

BbS-VO / Leistungsbewertungen und Abschlüsse
Die berufsbildenden Schulen ermöglichen den Erwerb schulischer Abschlüsse und befähigen, nach Maßgabe dieser Abschlüsse den Bildungsweg im Sekundarbereich II, bzw. an einer Fachhochschule oder Universität fortzusetzen. Für den Erwerb der Abschlüsse gelten teilweise sehr differenzierte oder bei doppelqualifizierenden Bildungsgängen auch zusätzliche Voraussetzungen, die im fünften Abschnitt der BbS-VO über Leistungsbewertungen und Abschlüsse festgelegt worden sind.

GER / Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen
Es gibt Zertifikate und Sprachdiplome wie TOEFL oder TOEIC für nahezu alle Fremdsprachen und in den verschiedensten Ausführungen. Um die bei den Sprachprüfungen erzielten Ergebnisse untereinander vergleichen zu können, wurde der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen (GER) für Sprachen entwickelt. Dieser teilt das Sprachniveau der Lernenden in sechs verschiedene Kompetenzstufen von A1 (Anfänger) bis C2 (Experten) ein.

DQR / Deutscher Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen
Der Deutsche Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR) soll die Orientierung im deutschen Bildungssystem erleichtern und zur Vergleichbarkeit deutscher Qualifikationen in Europa beitragen. Die erworbenen Kompetenzen im deutschen Bildungssystem  werden den acht Niveaus des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) zugeordnet.

EB-BbS / DQR-Niveaustufen auf Zeugnissen
Die DQR-Niveaustufen zur Bewertung von Fremdsprachen werden in bestimmten Bildungsgängen auf den Abschlusszeugnissen ausgewiesen. EB-BbS  "3.9 Deutscher Qualifikationsrahmen (DQR)"

KMK / Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
Berufliche Schulen können gemäß der Rahmenvereinbarung über die Zertifizierung von fremdsprachlichen Kenntnissen in der beruflichen Bildung auf freiwilliger Basis - unabhängig von einer Benotung im Zeugnis - eine Prüfung anbieten, in der sich Schülerinnen und Schüler ihre Fremdsprachenkenntnisse zertifizieren lassen können.

Das KMK-Fremdsprachenzertifikat orientiert sich an europaweit bekannten Kompetenzen und Niveaustufen, sodass internationale Transparenz gewährleistet ist. Schülerinnen und Schüler, die mit dem Besuch einer berufsbildenden Schule Fremdsprachenkenntnisse erworben haben, können bei ihrer BBS einen Antrag im Sinne von § 32 BbS-VO auf Zulassung zu einer Zertifizierungsprüfung stellen. Der Siebente Abschnitt der EB-BbS regelt die Zertifizierung.

BB-GVO / Die Verordnung über die Gleichwertigkeit von Abschlüssen im Bereich der beruflichen Bildung
Die BB-GVO regelt die Gleichwertigkeit von Abschlüssen nach der Verordnung über berufsbildende Schulen, die vor dem 1.8.1996 in Niedersachsen erworben wurden und heute mit zusätzlichen Berechtigungen verbunden sind, und welche Abschlüsse berufsbildender Schulen (einschließlich der Fachhochschulreife) in Niedersachsen anerkannt werden. 

NSchG / Nichtschülerprüfungen
Ihnen fehlt ein bestimmter Schulabschluss? Niedersachsen bietet die Möglichkeit Schulabschlüsse über Nichtschülerprüfungen nachzuholen, soweit die Prüfungsvoraussetzungen erfüllt sind. Der § 27 NSchG regelt die Zulassung zur Prüfung. Fragen zu den Möglichkeiten richten Sie bitte an die Landeschulbehörde.


QRC www.bbscelle.de

BBS-Portal  www.bbscelle.de
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