Berufsbildende Schulen
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Sondermarke "Willi"MK / Berufliche Bildung in Niedersachsen
"In Deutschland erfolgt die Berufsausbildung überwiegend im dualen Berufsausbildungssystem. Dies bedeutet eine Ausbildung in einem Betrieb der Wirtschaft, in der Verwaltung oder in Praxen eines freien Berufs einerseits und in der Berufsschule andererseits, also an zwei Lernorten: im Betrieb und in der Berufsschule."

NSchG / Aufnahme in die Berufsschule
Eine Aufnahme in die Berufsschule ist gem. § 59 (2) NSchG nicht von dem Nachweis eines bestimmten Abschlusses abhängig.

Unterricht in der Berufsschule
Die Berufsschule wird in Form von Teilzeitunterricht oder Blockunterricht in zusammenhängenden Teilabschnitten geführt und ergänzt so die betriebliche Ausbildung. Die Schülerinnen und Schüler der einzelnen Ausbildungsberufe werden in der Regel in eigenen Fachklassen unterrichtet. Verwandte Berufe können auch zusammen unterrichtet werden. Auszubildende in Berufen mit nur geringen Schülerzahlen (sog. Splitterberufe) können in überregionalen Fachklassen zusammengefasst werden oder sie können eine entsprechende Fachklasse in einem anderen Bundesland besuchen. Der Unterricht wird in diesen Fällen in zeitlich zusammenhängenden Abschnitten (Blockunterricht) erteilt, was bedeutet, dass die betriebliche Ausbildung für einen gewissen Zeitraum unterbrochen wird.

BbS-VO, Anlage 1 (zu § 33), Ergänzende und abweichende Vorschriften für die Berufsschule

Dauer der Schulpflicht
Auszubildende sind für die Dauer ihres Berufsausbildungsverhältnisses gem. § 65 (2) NSchG berufsschulpflichtig.


Umschulungsmaßnahmen, die von einem Kostenträger gefördert werden
Das Land Niedersachsen erhebt gem. § 54 (3) NSchG von Schülerinnen und Schülern öffentlicher berufsbildender Schulen, die im Rahmen einer Maßnahme beruflicher Bildung individuell gefördert und denen auf Grund eines Gesetzes die Lehrgangskosten erstattet werden, ein angemessenes Entgelt. Der Entgelterlass regelt das Verfahren der Erhebung und die Höhe der Entgelte für den Besuch öffentlicher berufsbildender Schulen.

Für die Beschulung von Schülerinnen und Schülern, die Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, AFBG (Meister-BAföG), erhalten, wird kein Entgelt erhoben, wenn diese Lehrgangskosten nur über ein Darlehen finanziert werden.


Tipp BIBB / Bundesinstitut für Berufsbildung / Anerkannte Ausbildungsberufe
Das  BIBB-Berufe-Portal gibt EUROPASS Zeugniserläuterungen zu jedem derzeit staatlich anerkannten Ausbildungsberuf, nach Berufsbezeichnungen sortiert, heraus.

JArbSchG / Untersuchungen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz
Wer beim Eintritt in das Berufsleben mindestens 15 Jahre alt und das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat
ist "Jugendliche/r" im Sinne des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG) und darf nur beschäftigt werden, wenn eine Bescheinigung über eine Erstuntersuchung nach § 32 JArbSchG von einem Arzt vorlegt wird. Diese Untersuchung darf nicht älter als 14 Monate sein und sollte daher erst unmittelbar vor Beginn der Ausbildung stattfinden. Die Kosten der Untersuchung trägt das Land. Die notwendigen Untersuchungsberechtigungsscheine erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Ordnungsamt.

Tipp BMBF / Rechte und Pflichten während der Berufsausbildung
Jede/r Azubi sollte sich über seine Rechte und Pflichten während der Berufsausbildung durch die Broschüre "Ausbildung & Beruf", herausgegeben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, informieren!

[Inklusion] BMAS / Berufsausbildung - einfach teilhaben
Das Berufsbildungsgesetz und die Handwerksordnung bestimmen, dass behinderte Menschen ebenso wie Menschen ohne Behinderungen grundsätzlich in anerkannten Ausbildungsberufen ausgebildet werden sollen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales informiert auf "einfach teilhaben" über das Ziel einer Berufsausbildung, nämlich die berufliche Handlungsfähigkeit von jungen Menschen zu stärken.

BBiG / Berufsbildungsgesetz
Die Berufsausbildung in Deutschland wird durch das  Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelt.
Nach § 4 BBiG dürfen Jugendliche unter 18 Jahren nur in "anerkannten Ausbildungsberufen" ausgebildet werden.

Tipp Nds. Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) / Berufliche Bildung
Das NLQ hat Berufsbereiche nach beruflichen Schwerpunktbereichen gegliedert und auf seinem Server NiBiS/Berufliche Bildung eingerichtet. Dort finden Sie die gültigen curricularen Vorgaben, Rahmenlehrpläne und Ausbildungsordnungen für alle Bildungsgänge in Niedersachsen. Zudem führt eine Linksammlung auch zu anderen Quellen mit Materialien, die für den Unterricht hilfreich sind.

BiBB / Forum für Ausbilderinnen und Ausbilder
Die Internetplattform www.foraus.de des BIBB fördert das Berufsbildungspersonal mit Materialien, Hilfen, Weiterbildung und Möglichkeiten zur Diskussion mit anderen Ausbilderinnen und Ausbildern.

BiBB / Das Prüferportal
Das Prüferportal des BiBB ist eine bundesweite Plattform für Prüferinnen und Prüfer in der dualen Ausbildung. Das Prüferportal stellt Informationen zu Theorie und Praxis des Prüfungswesens sowie Nachrichten, Materialien und Veranstaltungshinweise für Prüferinnen und Prüfer bereit.

BMBF / "Meister mit Bachelor gleichwertig"
Pressemitteilung 012/2014 vom 21.02.2014: "Berufliche und akademische Bildung sind gleichwertig - und dies ist ab sofort für jedermann sichtbar. Meisterbriefe enthalten fortan den Hinweis, dass der Abschluss nach dem Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmen (DQR / EQR) dem Niveau 6 entspricht. Dieser Stufe ist auch der Bachelor zugeordnet."


Abschlüsse in der Berufsschule 

Berufsschulabschluss
Den Berufsschulabschluss erwirbt, wer die Berufsschule bei Beendigung eines mindestens zweijährigen Berufsausbildungsverhältnisses erfolgreich besucht hat. Eine Abschlussprüfung wird nicht durchgeführt.

Sekundarabschluss I -Realschulabschluss-
Den Sekundarabschluss I -Realschulabschluss- erwirbt, wer zum Zeitpunkt der Ausgabe des Berufsschulabschlusszeugnisses den erforderlichen Nachweis (Gesellen- oder Facharbeiterbrief) über eine erfolgreiche Berufsausbildung vorlegen kann.

Erweiterter Sekundarabschluss I
Den Erweiterten Sekundarabschluss I erwirbt, wer zum Zeitpunkt der Ausgabe des Berufsschulabschlusszeugnisses den erforderlichen Nachweis (Gesellen- oder Facharbeiterbrief) über eine erfolgreiche Berufsausbildung vorlegen kann und im Berufsschulabschlusszeugnis einen Notendurchschnitt von mindestens 3,0 sowie im Fach Deutsch/Kommunikation, Englisch/Kommunikation und dem berufsbezogenen Lernbereich -Theorie- jeweils mindestens befriedigende Leistungen erreicht hat.

Fachhochschulreife
Die Möglichkeit, neben der Berufsausbildung die Fachhochschulreife zu erwerben, bietet ein eigenständiger Ergänzungsbildungsgang zum Erwerb der Fachhochschulreife.

KMK-Fremdsprachenzertifizierung / Zeig, was Du kannst...
Grundsätzlich gilt: Anmeldetermin Anfang November; Schriftliche Prüfung kurz vor den Osterferien; Mündliche Prüfung nach den Osterferien.

Berufliche Schulen können gemäß der Rahmenvereinbarung über die Zertifizierung von fremdsprachlichen Kenntnissen in der beruflichen Bildung auf freiwilliger Basis - unabhängig von einer Benotung im Zeugnis - eine Prüfung anbieten, in der sich Schülerinnen und Schüler ihre Fremdsprachenkenntnisse zertifizieren lassen können. Das KMK-Fremdsprachenzertifikat orientiert sich an europaweit bekannten Kompetenzen und Niveaustufen, sodass internationale Transparenz gewährleistet ist.  "Zeig was Du kannst!" Schülerinnen und Schüler, die mit dem Besuch einer berufsbildenden Schule Fremdsprachenkenntnisse erworben haben, können bei ihrer BBS einen Antrag i. S. von § 32 BbS-VO auf Zulassung zur Zertifizierungsprüfung stellen. Der Siebente Abschnitt der EB-BbS regelt die Durchführung der Zertifizierungsmöglichkeit.

GER / Sprachzertifikate und Kompetenzstufen
Es gibt Zertifikate und Sprachdiplome wie TOEFL oder TOEIC für nahezu alle Fremdsprachen und in den verschiedensten Ausführungen. Um die bei den Sprachprüfungen erzielten Ergebnisse untereinander vergleichen zu können, wurde der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen (GER) für Sprachen entwickelt. Dieser teilt das Sprachniveau der Lernenden in sechs verschiedene Kompetenzstufen von A1 (Anfänger) bis C2 (Experten) ein.

DQR / Deutscher Qualifikationsrahmen -Qualifikationen in Europa-
Der Deutsche Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR) soll die Orientierung im deutschen Bildungssystem erleichtern und zur Vergleichbarkeit deutscher Qualifikationen in Europa beitragen. Die erworbenen Kompetenzen im deutschen Bildungssystem  werden den acht Niveaus des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) zugeordnet.

Seit dem Schuljahr 2014/15 werden die DQR/EQR-Niveaustufen auf den Abschlusszeugnissen ausgewiesen.


QRC www.bbscelle.de

BBS-Portal  www.bbscelle.de
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